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  • dr freitag

"Ich dachte, mein schlechtes Gedächtnis käme vom Alter! Und vom Sturzrisiko ahnte ich nichts"

Aktualisiert: 27. Nov 2019

Frau Krüger und wie sie ein Stück ihrer Selbstständigkeit wieder erlangt.


Frau Krüger

Bei Frau Krüger ist eigentlich alles in Ordnung - dachte sie jedenfalls.


Sie ist 83 Jahre alt und nimmt nur 3 verschiedene Medikamente ein. Viel weniger als viele ihrer Bekannten.

Sie hat erhöhten Blutdruck, der mit Wassertabletten (HCT) behandelt wird. Gegen ihre Altersdepression bekommt sie Sertralin verschrieben und seit einer Knie-Operation vor drei Jahren nimmt sie Pantoprazol (Magensäure-Blocker) ein. Außerdem bringt die nette Nachbarin regelmäßig Vitamin D Tabletten vorbei. Für das Immunsystem.


Soweit, so normal.


Was Frau Krüger aber hin und wieder belastet ist eine häufige Verstopfung und die Konzentrationsprobleme in letzter Zeit. Manchmal, das sagen ihre Kinder jedenfalls, sei sie richtiggehend verwirrt.

Was sie selbst gar nicht als ungewöhnlich wahrnimmt ist die Müdigkeit, die schnelle Erschöpfbarkeit und das schwache Gefühl in den Beinen.


Aber auch das scheint normal zu sein, denn Frau Krüger ist schließlich nicht mehr die Jüngste.

Dass diese Annahme ein Trugschluss ist, sollte sich erst durch die Medikationsanalyse heraus stellen. Auch die Analyse zeigte erst das akute Sturzrisiko, das Frau Krüger unbemerkt gefährdete.


Schätzungen zufolge werden 15% aller Krankenhauskosten in Deutschland durch arzneimittelbedingte Probleme verursacht. Dazu gehören auch Stürze, die durch Arzneimittelkombinationen hervorgerufen oder begünstigt werden.

Bei Frau Krüger hätte es täglich zu einem Sturz kommen können.


Aber beleuchten wir die Probleme, die sich bei Frau Krüger ergeben, einmal genauer:


Insgesamt verursacht die Kombination von Frau Krügers Medikamenten diverse Verschiebungen im Mikronährstoffhaushalt. Im Einzelnen:



Diese Verschiebungen führen zu folgenden Beschwerden und Symptomen:

arzneimittelbezogene Beschwerden von Frau Krüger

Erst durch die Medikationsanalyse konnten diese arzneimittelbezogenen Probleme erkannt und eine individuelle Lösung für Frau Krüger entwickelt werden.


Frau Krügers Lösung:

Die Wassertabletten (HCT) wurden durch Candesartan ausgetauscht, das Frau Krüger gut verträgt und ihren Blutdruck effektiv senkt.

Der Magensäure-Blocker Pantoprazol konnte sogar komplett abgesetzt werden. Nach einer so langen Zeit nach der Knie-OP bestand kein Grund mehr zur dauerhaften Einnahme. Außerdem wurde vereinbart, dass der Calcium-Spiegel regelmäßig vom Hausarzt geprüft wird und die Einnahme von Vitamin D solange pausiert wird, bis sich der Calcium-Wert normalisiert hat.


Frau Krüger hat eine Reihe von Vorteilen seit der Medikationsanalyse. Ihre Lebensqualität hat sich deutlich erhöht, weil sie kaum noch Magen-Darm-Probleme hat und sich ihre Konzentrationsfähigkeit stark gebessert hat.

Außerdem hat sich ihr Sturzrisiko drastisch gesenkt. Sie fühlt sich kräftiger und fitter und steht mit beiden Beinen wieder buchstäblich fest im Leben.


Frau Krüger ist durch diese positiven Effekte auf Körper und Geist auch wieder selbstständiger und sicherer geworden. Sie kann alltägliche Dinge wieder allein erledigen und braucht weniger Hilfe von ihrer Familie.





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